Deutsch

Zwei gelungene Fortsetzungs-Strophen von Jeannine Lindner (8c) zu Goethes Ballade „ZAUBERLEHRLING“

Was sollte nun diese Aktion?

Abziehen müsste ich es von deinem Lohn

Sagt der Meister böse

Der Lehrling schaut geknickt auf seine Füße

Leid tut es ihm ja auch

Nur ausprobieren wollt`er einen Brauch

Dass es echt so artet,

Hatte er üüüberhaupt nicht erwartet

 

Der Meister starrt ihn prüfend an

Wenn du draus gelernt hast dann

Mag ich vielleicht nicht so sein

Geh schon in dein Kämmerlein

Denk über deine Taten nach

Falsche Zaubereien bringen dich noch ins Grab

Gegrübelt hat der Lehrling viel

Doch werden wie sein Meister, ist trotzdem sein Ziel

 

(Jeannine Lindner, 8c)

 

FREIHEIT
Alle sagen, sie wären gerne frei
Doch frag ich mich: Was ist denn frei?
Ist es wirklich das, was ich gern sei?
Sind wir nicht alle vom Alltag beraubt?
Von den Hoffnungen enttäuscht, von der Langeweile beklaute
Haben Angst am Ende leer auszugehen
Anstatt den wahren Sinn zu sehen
( Julia C. Funck, Kl. 9a, für das Fach Deutsch, Realschule plus Schifferstadt )
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Spiel des Lebens (von Joshua Pertler, 10d)

Das Leben ist ein Puzzle-Spiel
Es zu vollenden ist das Ziel
Alle Teile des Puzzles finden
Und diese zu einem Ganzen verbinden

Jede Trauer, jedes Glück
lässt ein Puzzleteil zurück
Mit jedem Ereignis, jedem Geschehen
Lässt man ein neues Teil entstehen

Mit jeder Angst und jedem Bangen
Setzt sich das Puzzle weiter zusammen
Einen Mensch wirklich zu lieben
Bedeutet das komplette Puzzle zu verschieben

Jemand, den man früher liebte zu hassen
Bedeutet viele Teile fallen zu lassen
Denn es gibt Teile, die nicht passen
Wie zum Beispiel einen Menschen zu hassen

Doch wird gleichzeitig mit dem letzten Stein
Das Leben des Vollenders besiegelt sein
Denn wer dieses Puzzle vollendet
hat gleichzeitig sein Leben beendet

Und so setze ich die Steine und drehe und wende
bis schließlich auch ich irgendwann das Puzzle beende
Und ich weiß mit dem letzten Stein
werde auch ich nur noch ein Puzzlestein sein.

Die beiden Klassensieger der Klassen 10 D und 10 E nehmen am internationalen Schülerwettbewerb LYRIX (www.pasch-net.de ; Deutschlandradio) teil.

Hier die herausragenden Lyrik-Ergebnisse der Schülerinnen Maren Weimer (10 E) und Lena Magin (10 D).

Das Thema lautete „Brücken bauen“.

Der Garten der Freundschaft (Lena Magin, 10 D)

Freundschaft ist wie der Garten im Herz,
man muss ihn pflegen und am Leben erhalten,
sonst verwelkt er wie die Blumen im Beet und wird vergessen
Das grüne Leben wurde erstickt,
von einer trostlosen Winterdecke.
Doch man weiß es genau,
die Sonnenstrahlen werden wiederkommen.

In unserem Garten der Freundschaft fließt ein Fluss,
von Freude und Leidenschaft,
das haben wir geschafft, da wir haben gefunden
das Geheimnis der Architektur des Liebens.

Es ist nicht schwer diese Brücke zu bauen,
wenn mann das Baumaterial kennt,
es ist schlicht und einfach…

VERTRAUEN.

„Brücken bauen“ (Maren Weimer, 10 E)

Gemeinsame Erinnerungen überfluten dieses Land
Die Größe eines Meeres war mir nie bekannt
Du musst stark bleiben
Und das für alle Zeiten

Kummer, Verzweiflung und Frust
Sind auch nur Wörter, die du überwinden musst
Die Melodie, welche du oft für mich sangst
Hat sich in meinen Kopf gebrannt

Du läufst auf einer Straße, aus Enttäuschungen gebaut
Zitternd seh ich deine Haut
Wirf` deine Erinnerungen weg wie einen Stein
Du musst nie mehr alleine sein

Wirf` weg deinen letzten Schmerz
Gemeinsam können wir alles schaffen
Für immer eingraviert in unser Herz