Am Anfang unserer Oberstufe steht traditionell ein “Kennenlernprogramm”. Da viele Schüler von außerhalb kommen und sich die wenigsten bereits vorher gesehen haben, bieten wir einen lockeren Rahmen um Beziehungen zu knüpfen bzw. zu festigen. Das ist der eine Aspekt der Integrationstage.

Der andere ist weitaus wichtiger: Es geht darum, Zusammenarbeit zu erlernen bzw. die eigenen Fähigkeiten dazu zu verbessern. An diversen Erlebnispädagogischen Übungen wird immer wieder (erfolglos) versucht praktisch zu erreichen, was jeder kognitiv locker hervorbeten kann: zuhören, ausreden lassen, Ideen äußern, Ideen aufgreifen, Ideen bewerten, Ideen weiterentwickeln, Rücksicht nehmen usw. Die Schüler sind hierin altersgemäß und gesellschaftlich geprägt zunächst wie Erwachsene, d.h. miserabel. Der eigene Erfolg steht im Vordergrund, was die anderen machen ist nicht so wichtig, so lange man selbst gut dasteht. Leider passt diese Einstellung nicht zur späteren beruflichen Praxis, denn die zu lösenden IT-Probleme sind (wie auch unsere Übungen mit Bretten und Fäden), so komplex, dass man sie nur gemeinsam schaffen kann. Spaß hat es dennoch gemacht und es wurde durchaus erfolgreich gearbeitet. Auch die Lehrkräfte lernen auf diese Weise ihre neue Kundschaft kennen und alle Involvierten waren sich einig, dass hier ein guter “Jahrgang” kommt. Doch lassen wir die Schüler selbst zu Wort kommen:

Am 16.08.18 hatte die 11a an ihrem Integrationstag viele Möglichkeiten ihre Teamfähigkeit unter Beweis zu stellen und einander besser kennen zu lernen. Die Schüler mussten mehrere Aufgaben im Team lösen. Sie haben zum Beispiel, zusammen über Balken balanciert, ihr logischen Denken genutzt um ein kompliziertes Rätsel zu lösen und haben ein funktionierendes, menschengroßes Hamsterrad ausschließlich aus Holz, gebaut.

Dieser Tag hat den Schülern sehr gefallen und sie würden dies gerne wiederholen. Das Highlight für die meisten war das Hamsterrad, denn es war zu gleich das schwierigste und spannendste Projekt. Das Gefühl als sie es geschafft haben war für sie unbeschreiblich. Bei den Aufgaben haben sie die Meinungen der anderen Mitschüler respektiert und nur so konnten sie es auch die Aufgaben als Team zu lösen.

Grosser M.