Wandertag der 11. Klassen in das Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe
Ein Bericht von Tamara Peterfi

Am 23.02.2017 waren die 11. Klassen der Fachoberschule in Karlsruhe, um die Gameplay-Ausstellung im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) zu besuchen. Nachdem die Klassen von den Guides begrüßt und aufgeteilt wurden, startete die Führung im Jahr 1972 („Pong“) über „Pac-Man“ im Jahre 1980 bis zu „Super Mario World“ (1990).  Während man einerseits auf einem kleinen Bildschirm Donkey Kong spielen konnte, beeindruckte im nächsten Raum ein über mehrere Quadratmeter großes und über mehrere Beamer projiziertes Spiel in Nintendo-Stil aus China, welches in die Kategorie „Serious-Games“ zu verorten ist, da es politisch motiviert ist (China vs. Westen). Aufgabe dabei ist, den „bösen“ Westen zu bekämpfen.

Eindrücklich war ebenso eine große helle Wand, auf der mittels Beamer digitale Luftblasen projiziert wurden. Ähnlich wie bei der Kinect erfasst das Gerät die menschliche Hand, sodass die digitalen Luftblasen durch „Fingerberührung“ bewegt werden.

Besonders interessant war die sogenannte digitale Carrera-Bahn. Hierbei wurden mittels Beamer (an der Decke) digitale Autos projiziert, die auf einem Teppich umherfuhren, jedoch in der Lage waren, Hindernisse, wie Spielzeug, wahrzunehmen und entsprechend auszuweichen. Hier, so die Entwickler, können Kinder bereits im Kinderzimmer die reale und digitale Welt miteinander verbinden.

Neben diesen Besonderheiten gab es noch viele andere Stationen, die zum Mitmachen animierten oder nur als digitales Kunstwerk galten.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass sich neue, künstlerische und experimentelle, aber auch ernste Spielformen entwickelt haben. So haben vor allem auch kulturelle Einflüsse im vergangenen Jahrzehnt einen enormen Bedeutungszuwachs erfahren. Das ZKM hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Entwicklung in Form einer Dauerausstellung zu präsentieren.